Charles Demuth
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Charles Demuth
Charles Demuth malte Queerness so, wie das Vaudeville sich selbst inszenierte — in Pailletten, Zweideutigkeit und mit einem Augenzwinkern, das der Zensur davoneilte. Bevor ihm der Präzisionismus Getreidesilos und Schornsteine in die Hand gab, hatte dieses in Lancaster geborene Auge bereits die Choreografie von Badehausdampf festgehalten, Matrosen, die sich in schmalen Kabinen abtrockneten, Akrobaten, die sich im Gaslicht von Coney Island und dem Golden Swan rückwärts bogen. Seine Aquarelltechnik — nasse Lasuren, die in Konturen ausbluten, in Tintenlinien gefasste Körper mitten in der Geste — verwandelte Begehren in eine Aufführung aus Papier und Pigment und verweigerte sich der Feierlichkeit, die Historiker Gemälden vorbehalten, die in anständigen Salons hängen.


















