Schwule religiöse Kunst
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Schwule religiöse Kunst
In dieser gayen religiösen Kunst glüht Goldgrund hinter Flügeln, die sich weigern, allegorisch zu bleiben. Caravaggios Knabenheilige lümmeln im Halbdunkel des Chiaroscuro in halb entkleideter Pose, ihre erhobenen Gesichter weniger reuig als wissend. In der Tradition des schwulen Heiligen liest man Sebastians Pfeile als Einladung, lange bevor Gelehrte es auszusprechen wagten. Präraffaelitische Maler hüllten ihren Klerus in samtiges Verlangen, Gewänder, die an Schlüsselbeinen aufklaffen, die kein Beichtstuhl je bändigen konnte — nenn es den schwulen Priester, der sich über Jahrhunderte beauftragter Frömmigkeit hinweg offen verborgen hielt.




























